Volksstimme vom 03.01.2018

Andreas und Jill Richter
Andreas und Jill Richter sind das Prinzenpaar der 43. Session beim Steckbyer Carnevalsclub. Foto: Petra Wiese

Zur 43. Session begrüßt der Steckbyer Carnevalsclub seine Gäste. Als Prinzenpaar übernehmen Andreas und Jill Richter das Zepter.
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Petra Wiese ›

Steckby l Eine kurze Karnevalssaison steht bevor. Am 12. Februar ist bereits Rosenmontag. Die Karnevalisten stehen in den Startlöchern. Beim Steckbyer Carnevalsclub wird schon in zehn Tagen, am Sonnabend, 13. Januar, zur ersten Veranstaltung eingeladen. Unter dem Motto: „ 43 Grün und Weiß, wir tanzen uns die Sohlen heiß“ steigt der erste Kostümfasching im „Biber“ in Steckby. Und auch das Prinzenpaar ist schon ganz heiß auf die Prunksitzungen.Auf eine tolle Session freuen sich Andreas I. und Jill I., alias Andreas und Jill Richter. Bei einer Silvesterparty in Steutz 2016 war es, als die beiden überzeugt wurden, die Tollitäten zu geben. Zuerst wurde Andreas Richter gefragt. Zu fortgeschrittener Stunde war der sofort begeistert von der Idee. „Ich wurde dann unterrichtet“, erzählte seine Frau. Erst am nächsten Tag hätten sie dann überlegt, was das eigentlich bedeutet.

Auf Geburtstag kennengelernt

Einiges kommt auf das Prinzenpaar zu, das in Springe bei Hannover wohnt. In Steutz hat er und in Zerbst hat sie ihre Wurzeln. Auf einem Geburtstag in Steutz haben die beiden sich auch kennengelernt. Das war vor vier Jahren. Am Anfang führten sie eine Fernbeziehung, da er in Hannover lebte und sie in Bonn. Ein Dreiviertel Jahr später zog sie nach Hannover.
Der Weichen- und Signaltechniker, der bei den Verkehrsbetrieben in Hannover arbeitet, und die Einzelhandelskauffrau, die bei der Mertens AG als Großkundenbetreuerin von zu Hause aus tätig ist, gaben sich im Juli 2016 das Ja-Wort auf dem Standesamt in Hannover. Ein Jahr später zelebrierten sie dann noch eine große Hochzeit auf der Walternienburger Burg. Töchterchen Smilla wird im Februar zwei Jahre alt. Zu der jungen Familie gehört aber auch der achtjährige Lino-Oskar.
Für die beiden heißt es also, die nächsten Wochenenden in der Heimat zu verbringen. Da sind dann abwechselnd die Großeltern gefragt, den Nachwuchs zu betreuen. „Wir freuen uns auf jeden Fall“, sagt das Prinzenpaar, „wir haben Bock“. Bock auf die Partys, Bock darauf, mit den Leuten zu feiern.
So hat die Prinzessin sich auch schon viel Mühe gegeben mit ihrem Kleid, denn im Fundus fand sich für die sehr schlanke und große junge Frau nichts wirklich Passendes – zu weit oder zu kurz. Das Hochzeitskleid ihrer Schwägerin ist es nun, das sie sich passend gemacht und für den Karneval aufgepeppt hat. Auch ihren Mann hat sie mit einer neuen Weste unterm Umhang ausgestattet. In der Karnevalshochburg Köln wurden Stoff und Accessoires gekauft. Kleid und Weste sollen nach der Saison beim Verein verbleiben.
Für die 30-jährige Prinzessin, die Spaß am Nähen und gemeinsamen Reisen mit ihrem Mann hat, ist Karneval nichts Neues. Fünf, sechs Jahre hat sie früher mal in der Funkengarde beim Zerbster Karneval getanzt. Auch ihre Eltern waren einst Karnevalisten, ihre Mutter sogar schon einmal Prinzessin. Den Straßenkarneval in Bonn haben die beiden schon gemeinsam erlebt. Ansonsten war Andreas Richter, der Sportler in der Familie, der früher in Steutz und Zerbst Fußball spielte, bislang nur Gast bei den Prunksitzungen. „Die ganzen letzten Jahre waren wir zu den Veranstaltungen“, erzählte der 32-Jährige, „das war immer ganz lustig mit der Bande“. Da seien viele dabei, die er von früher kennt.
Mit von der Partie war das Prinzenpaar 2017/18 inzwischen schon, als der SCC zur Saisoneröffnung in Barby war. „Da mussten wir aber noch nichts machen“, erzählten die beiden – außer dabei sitzen, winken, klatschen ...

Erstes Kostümfasching

Nun steht die Generalprobe an, dann wird es ernst am 13. Januar zum ersten Kostümfasching. Die Richters sind aufgeregt im positiven Sinne. Auch die Tanz-eröffnung müssen sie nicht fürchten. Vor ihrer großen Hochzeitsfeier im vergangenen Jahr haben sie erst einen Tanzkurs absolviert. Beim Trinken und Durchfeiern wollen die beiden natürlich Rücksicht auf ihr Töchterchen nehmen. Die Kleine soll schließlich am nächsten Tag noch etwas von ihren Eltern haben.
Worauf sich Andreas Richter bei seinen bevorstehenden Aufgaben jetzt schon besonders freut, ist der Umzug in Steckby, am Sonntag vor dem Rosenmontag. Warum? „Weil das Prinzenpaar da mit der Kutsche durch Steckby fährt. Das hatten wir bei der Hochzeit nicht“, so Andreas Richter.
Wenn erst Umzug ist, dann sind die Prunksitzungen schon wieder Geschichte. Es finden fünf Abendveranstaltungen im Bibersaal in Steckby statt. Natürlich wird auch wieder zum Kinderfasching eingeladen, und auch für Senioren gibt es eine eigene Veranstaltung. Nach dem Umzug im Elbdorf ist der Rosenmontagsumzug in Köthen für die Steckbyer Karnevalisten einschließlich Prinzenpaar natürlich obligatorisch.
Wer mitfeiern und eine der Prunksitzungen erleben will, sollte sich rechtzeitig Karten sichern. Die sind heiß begehrt und schon ausgesucht. Bestellungen nimmt Sigrid Laue unter der Telefonnummer 039244/390 entgegen.


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